Diensträume im Bahnhof Saarbrücken. Reaktionen aus der Presse

Saarbrücker Zeitung vom Samstag den 29.11.2008
“Zustände für Bundespolizei unhaltbar”
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert die sofortige Schließung der Dienststelle der Bundespolizei im Saarbrücker Hauptbahnhof.

Roland Voss, Chef der GdP-Kreisgruppe Bundespolizei, spricht von „menschenunwürdigen Bedingungen“, unter denen die 30 Polizisten in dem Bahnhofsrevier arbeiten müssen. Voss: „Die Bahn lässt die Bundespolizei im Stich!“ Die Missstände seien Bahn und Verantwortlichen der Bundespolizei seit Jahren bekannt.
Die GdP verweist auf schwerwiegende hygienische Probleme und völlig inakzeptable Räume, die die Bahn der Bundespolizei zur Verfügung gestellt habe: „Es gibt noch nicht einmal getrennte Toiletten für Männer und Frauen.“ Es seien sogar schon Schimmelpilze entdeckt worden.
Zudem sei die Dienststelle, die im ersten Stock eines Gebäudes zwischen den Gleisen fünf und zwölf untergebracht ist, in einem derart maroden Zustand, dass „noch nicht einmal die Brandschutzbestimmungen eingehalten werden können“. Voss: „Im Fall eines Brandes müsste man im ersten Stock aus den Fenstern klettern und sich dann der Gefahr eines elektrischen Stromschlages durch einen Fahrleitungsdraht aussetzen.“
Der Gewerkschaftschef vermutet, dass auf dem Rücken der Beamten ein Streit um überhöhte Mietzahlungen der Bundespolizei an die Bahn ausgetragen wird. Nach Informationen unserer Zeitung gibt es bei der Bundespolizei derzeit Überlegungen, kurzfristig Teile der Dienststelle des Bahnhofsreviers auszulagern und etwa in Containern unterzubringen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn AG wies am Freitag die Vorwürfe der GdP „als unhaltbar zurück“.
Vertretern der Bundespolizei sei am 5. November die Planung für neue Räume im Ostflügel des Hauptbahnhofs vorgestellt worden.

Die Bildzeitung vom  29.11.2008:

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